Reifendichtmittel von AS-Motor: Mähen ohne Plattfuß

Ein platter Reifen beim Mähen kostet Zeit und Nerven. Dagegen gibt es jetzt das Pannenschutz-Mittel „Plattfuss-Stop“: In den Reifen eingefüllt, dichtet es Durchstiche im Bereich des Profils ab – der Fahrer bemerkt das oft gar nicht. Das ökologisch unbedenkliche Mittel hat kein Ablaufdatum, verklebt nicht und verfügt über einen Frost- und Korrosionsschutz.

Das Reifendichtmittel anzuwenden, ist denkbar einfach: Luft aus dem Reifen oder Schlauch lassen, „Plattfuss-Stop“ über das Ventil einfüllen, fertig. Dank seiner Zusammensetzung bleibt es nicht nur unbegrenzt haltbar, sondern klebt und verklumpt auch nicht. Einmal eingefüllt, dreht sich die Flüssigkeit im Reifen mit. Kommt es zu einem Einstich durch einen Gegenstand von bis zu 15 Millimeter Durchmesser – etwa Dornen, spitze Äste oder Nägel – verschließt sich der Durchstich von selbst: Durch den Luftdruck werden Millionen von Kevlar-Fasern und Füllstoffen, die in Propylenglykol suspendiert sind, in die Öffnung gepresst, wodurch sich der Durchstich innerhalb von zwei bis drei Rad-Umdrehungen abdichtet. Das geschieht so schnell, dass es kaum zu Druckverlust kommt, wodurch der Fahrer in den meisten Fällen nichts davon mitbekommt.

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Geeignet für Reifen aller Art

„Plattfuss-Stop“ eignet sich für alle Reifen von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen, die eine Geschwindigkeit von etwa 80 Kilometern pro Stunde nicht überschreiten. Am Profil von schlauchlosen Reifen ist es zu mindestens 90 Prozent wirksam, bei Schlauchreifen zu mindestens 75 Prozent. Damit es bei niedrigen Temperaturen nicht gefriert, ist ein Frostschutzmittel zugesetzt. Zudem ist ein Korrosionsschutz integriert, um die Felge zu schützen.

Das Mittel kann über den Fachhandel erworben werden: In der 950-Milliliter-Flasche – was ausreicht, um einen Hinterreifen eines Sherpa-Aufsitzmähers von AS-Motor abzudichten – oder im 20-Liter-Gebinde, wofür zusätzlich eine Pumpe nötig ist. Angaben dazu, wie viel Pannenschutz-Mittel pro Reifen eingefüllt werden muss, finden Sie auf den verlinkten Seiten. Mit „Plattfuss-Stop“ lassen sich schleichender Druckverlust, platte Reifen und Ausfallszeiten vermeiden – und das über Jahre hinweg.

Empfehlung von Experten: Per Fernsteuerung gegen den Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau ist in Europa als Neophyt, also eingeschleppte Art, eine Bedrohung – sowohl für die heimische Vegetation als auch für den Menschen, da der Hautkontakt mit der Pflanze zu schweren Verbrennungen führen kann. Bei der Bekämpfung sollte Abstand gehalten werden, zum Beispiel mit ferngesteuerten Hochgrasmähern.

Die verschiedenen Arten des Riesenbärenklaus (Heracleum mantegazzianum, Heracleum sosnowskyi, Heracleum persicum) kommen aus dem Kaukasus, der Türkei, dem Iran und dem Irak. Im 19. Jahrhundert wurden sie als Zierpflanzen und zum Teil auch als landwirtschaftliche Nutzpflanzen nach Europa eingeführt. Als invasiver Neophyt hat er sich mittlerweile über den Großteil des Kontinents verbreitet. In einer Pfahlwurzel speichert der Riesenbärenklau Nährstoffe und bildet, sobald sie über genügend Reserven verfügt, Blüten und Samen. Die krautige Pflanze blüht nur ein Mal, meist in ihrem dritten bis fünften Lebensjahr, in Mitteleuropa von Juni bis Juli.

Die zahlreichen Einzelblüten setzen sich zu einer Dolde zusammen, in der bis zu 50.000 Samen mit hoher Keimungsrate gebildet werden: Das Reproduktionspotenzial ist damit enorm. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab. Die Samen verbreiten sich über Wind, Wasser und den Menschen. Sie sind im Frühjahr nach der Blüte keimbereit und bis zu zehn Jahre keimfähig. Sämtliche Pflanzenteile sind giftig, insbesondere der klare, wässrige Saft aus dem Inneren der Pflanze, der photosensibilisierende Substanzen (Furanocoumarine) enthält. In Kombination mit UV-Strahlung verursachen sie beim Menschen schwere Hautverbrennungen (Phytophotodermatitis). Zudem leidet die Artenvielfalt und -dichte der heimischen Vegetation unter den bis zu vier Meter hohen Stauden, die Konkurrenten um Licht und Wasser verdrängen. An Uferzonen können Riesenbärenklau-Populationen zu Erosionsschäden führen, da ihre Wurzeln keine uferfestigende Funktion haben.

Ferngesteuerte Geräte schützen den Menschen

Um die Ausbreitung einzudämmen, gibt es verschiedene Ansätze. Manuelle und mechanische Maßnahmen beinhalten das Abstechen der Wurzel und somit des Vegetationskegels, wodurch die Pflanze abstirbt. Sie kann auch ausgegraben oder ihre Blütendolden mit einem Trimmer oder einem Rasenmäher abgeschnitten werden. Dabei kommt der Anwender in direkten Kontakt mit der Pflanze und ist einer hohen gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt.

Sicherer bekämpfen lässt sich der Riesenbärenklau mit ferngesteuerten Mulchmähern: Durch die Fernsteuerung können die Geräte von außerhalb des Gefahrenbereichs bedient werden. Verfügt der Mäher über ein geschlossenes Mähdeck, bietet dieser einen extra hohen Spritzschutz. Die AS-Motor GmbH bietet zwei ferngesteuerte Mulchmäher an, mit denen sich der Riesenbärenklau sicher bekämpfen lässt: der Aufsitzmäher AS 940 Sherpa 4WD RC und die Mähraupe AS 751 RC. Die Reichweite der Fernsteuerung beträgt bis zu 300 Meter. Beide Modelle ermöglichen mit niedrigem Schwerpunkt und präzisem Antrieb die Arbeit in schwierigem und steilem Gelände.

Große und kleine Populationen effektiv bekämpfen

Bei großen Populationen wäre es zu aufwendig, einzelne Pflanzen auszugraben oder ihre Wurzeln abzustechen. Hier stellt das Mulchen die effizienteste Maßnahme dar. Dabei sollte der erste Schnitt im ersten Jahr der Bekämpfung kurz vor der Blüte erfolgen, weil es die Pflanze zu diesem Zeitpunkt am meisten schwächt. Bei hohem Aufwuchs empfiehlt es sich, zunächst auf einer hohen und anschließend ein zweites Mal auf der niedrigsten Stufe zu mähen. Nach der ersten Mahd im ersten Jahr ist regelmäßiges Mulchen während der gesamten Vegetationsperiode erforderlich, da die Pflanze nachwächst. Je nach Witterung sollte rund alle zehn Tage gemäht werden, da der Riesenbärenklau bereits ab einer Höhe von zehn Zentimetern Blüten tragen und Samen bilden kann.

Ab dem zweiten Jahr der Bekämpfung sollte die erste Mahd so früh wie möglich in der Wachstumsperiode stattfinden und in rund zehntägigem Abstand wiederholt werden. Durch das regelmäßige Mulchen wird der Pflanze Kraft genommen, bis sie letztlich abstirbt – was bis zu zehn Jahre dauern kann. Die gemulchte Fläche muss regelmäßig kontrolliert werden, um zu gewährleisten, dass alle Pflanzen abgestorben und Samen nicht mehr keimfähig sind.

Bei kleineren Populationen empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Die Pflanze zunächst mit einem ferngesteuerten Gerät mulchen.
  • Anschließend die Wurzel 15 Zentimeter unter der Erde abstechen, beispielsweise mit einem Spaten.
  • Dann kann die Fläche mit einer schwarzen Folie abgedeckt werden, um die Keimfähigkeit eventuell verbleibender Samen zu ersticken. Eine regelmäßige Kontrolle der Fläche ist dennoch notwendig, um Keimlinge erneut rechtzeitig zu bekämpfen.
  • Den Mulchmäher mit angemessener Schutzkleidung reinigen (siehe nächster Abschnitt).
  • Nach dem Mulchen: Den Mäher richtig reinigen

    Auch wenn der Anwender die ferngesteuerten Mäher aus sicherer Entfernung bedient und somit vor direktem Pflanzenkontakt und Spritzern des Pflanzensafts geschützt wird, ist eine angemessene Schutzkleidung unerlässlich – auch beim Reinigen der Maschinen. Dazu zählen ein Ganzkörperanzug mit Kapuze, eine Schutzbrille, Gummihandschuhe und Stiefel. Die Geräte sollten nach ihrem Einsatz per Fernsteuerung auf das Transportfahrzeug aufgeladen werden.

    Nach jedem Arbeitseinsatz ist eine gründliche Reinigung der Mäher erforderlich, denn bei Kontakt mit dem Pflanzensaft auf der Maschine kann es auch noch nach einiger Zeit zu phototoxischen Reaktionen kommen. Zur Reinigung empfehlen die Experten von AS-Motor Essigreiniger mit höchstens zehn Prozent Essigsäure auf die Maschine zu geben und sie mit einem starken Wasserstrahl (aufgrund der Spritzgefahr kein Hochdruckreiniger) samt Bürste zu säubern.

    Ein Mäher für alles – auf der Suche nach dem Universal-Mäher für alle Mäharbeiten

    Ein einziger Mäher für alle Mäharbeiten. Am Morgen Rasenflächen im Stadtpark mähen – top Schnittbild ist selbstverständlich, danach schnell die abgeblühte Blumenwiese schneiden – zügiges mähen und kein Verstopfen der Maschine ist selbstverständlich. Am Nachmittag die Lärmschutzhänge entlang der Einfallstraße mähen – 35 Grad Steigung und leichtes Handling der Maschine sind selbstverständlich und zum Schluss noch die Auffahrt zum Autobahnzubringer mähen – Unrat und Fremdkörper können der Maschine selbstverständlich nichts anhaben. Höchste Sicherheit für den Bediener und absolute Sicherheit für Passanten vor ausgeworfenem Mähgut und Steinen sind selbstverständlich und bedürfen keiner Erwähnung.

    Als Universal-Mäher empfehlen wir in diesem Fall das Modell „eierlegende Wollmilchsau“ der Firma Phantastic.

    Nun aber mal Spaß beiseite. Ja, es wäre toll, solch eine Maschine im Maschinenpark zu haben. Leider steht ein Techniker bei der Konstruktion eines Mähers vor verschiedenen, konkurrierenden und widersprüchlichen Herausforderungen. Schauen wir uns kurz einmal an, was er bei der Konstruktion so zu berücksichtigen hat.

    Der Rasenmäher

    Ein Rasenmäher muss das Gras sauber abschneiden, alles restlos sammeln und darf laut Richtlinie nicht zu laut sein. Für einen sauberen Schnitt braucht das Messer eine hohe Geschwindigkeit. Bei Rasenmähern beträgt die Nennumdrehungszahl 2.800 U/min. Bei einer Messerbreite von 53 cm ergibt dies eine Geschwindigkeit an der Messerspitze von 78 m/s oder 280 km/h. Durch ein angestelltes oder hohes Messer wird der Luftstrom erzeugt, welcher das Gras sauber aufsammelt. Eine spezielle Mähhaubenform, die sich zum Auswurf hin weitet, verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

    Nun zu den konkurrierenden Konflikten. Je schneller das Messer ist, desto sauberer wird der Schnitt. Leider steigt die Lautstärke des Mähers durch Windgeräusche dann auch dramatisch an. Die Maschinenrichtlinie gibt den Herstellern genaue Vorgaben, wie laut eine Maschine maximal sein darf. Wussten Sie, dass der meiste Lärm eines Rasenmähers nicht vom Motor kommt, sondern vom rotierenden Messer? Beim Sammeln verhält es sich ähnlich. Je mehr Wind wir erzeugen, desto besser sammelt die Maschine. Aber je mehr Wind wir erzeugen, desto lauter wird die Maschine und umso mehr Energie des Motors wird dafür verbraucht. Merkbarer Effekt ist dann die geringere Schnittkraft des Rasenmähers in dichtem oder höherem Rasen. So, jetzt muss der Konstrukteur eine optimale Balance all dieser Faktoren finden.

    Der Hochgrasmäher

    Ein Hochgrasmäher muss mit höherem Gras zurechtkommen. Im Gegensatz zum Rasenmäher braucht er dazu eine höhere Schnittkraft am Messer. Mit stärkeren Motoren ist das einfach zu erreichen, kostet nur mehr Geld. Etwas kniffliger wird es schon, wenn man mit kostengünstigeren Rasenmähermotoren eine höhere Schnittkraft erreichen möchte. Hierzu bedient sich der Konstrukteur eines landläufig als „Untersetzung“ bekannten Prinzips. Bedeutet, dass der Motor zum Beispiel mit 3.600 U/min. läuft, aber das Messer nur mit 1.800 U/min. Dadurch erhöht sich das Drehmoment, also die Kraft am Messer.

    Bei der Konstruktion der Mähhaube gibt es ebenfalls Besonderheiten. Hohes Gras muss ungehindert zum Messer gelangen können. Es darf nicht zu sehr umgedrückt werden, um vom Messer noch sauber abgeschnitten werden zu können. Wo viel Gras reinkommt, muss auch viel Gras rausgehen. Ein Hochgrasmäher muss mit viel „Material“ fertig werden. Aus diesem Grund verfügt er meist über einen simplen Seitenauswurf oder besser über einen ausgeklügelten Heckauswurf mit geschlossener Mähhaube. Vorteil einer geschlossenen Mähhaube ist, dass das Schnittgut etwas länger im Schneideraum verbleibt und vom Messer feiner gemulcht werden kann. Das Mähwerk darf auf keinen Fall verstopfen und zur Frontöffnung und zum Heckauswurf dürfen keine Fremdkörper ausgeschleudert werden. Gar nicht so einfach, dieses Problem nach den Vorgaben der CE-Prüfung zu lösen. Geschlossene Mähhauben bieten hierbei eine höhere Sicherheit als Seitenauswurfmäher.

    Der hangtaugliche Mäher

    Bei der Hangtauglichkeit eines Mähers kommt es zuerst einmal auf den Motor an. Das grundsätzliche Problem dabei ist die Motorschmierung des Kolbens mit ausreichend Öl. Heute kommen fast ausschließlich 4-Takt Motoren zum Einsatz. All diese Motoren haben eine Ölwanne am tiefsten Punkt. Aus diesem Ölvorrat schleudert die Kurbelwelle Öl auf alle beweglichen Teile oder eine Ölpumpe befördert das Öl an die Schmierstellen. Kommt ein 4-Takt Motor am Hang in starke Schräglage, so läuft das Öl auf eine Seite des Motors. Nun kann es passieren, dass an der Ansaugöffnung der Ölpumpe oder der Kurbelwelle kein Öl mehr vorhanden ist. Nach einiger Zeit kann es dann zum gefürchteten Kolbenfresser kommen, der quasi einem Totalschaden des Motors gleichkommt. Doch keine Sorge, es gibt heute hangtaugliche 4-Takt Motoren mit Ölpumpen.

    Eine Besonderheit ist der 2-Takt-Motor. Er kommt heute vor allem bei handgehaltenen Geräten wie Motorsägen und Freischneidern zum Einsatz. Grund dafür ist, dass sein Öl zur Motorschmierung im Kraftstoffgemisch (2-Takt-Mischung) enthalten ist. Egal in welcher Position die Maschine gehalten wird, die Motorschmierung ist garantiert. Bei Rasen- und Hochgrasmähern ist die Firma AS-Motor heute der einzige Hersteller von 2-Takt-Motoren. Vorteil dieses Motors ist die absolute Sicherheit vor Motorschäden am Hang bei gleichzeitig leichtem Gewicht. Dies ermöglicht es, extrem hangtaugliche Geräte mit einem hervorragenden Leistungsgewicht zu konstruieren. Gerade am Steilhang wirkt sich jedes Kilogramm Mehrgewicht negativ aus. Zur Reduzierung schädlicher Abgase hat AS-Motor das Mischungsverhältnis des Kraftstoffes auf 1:100 reduziert. Dies entspricht 50% weniger Öl im Vergleich zu den heutigen 2-Takt-Motorsägen und 2-Takt-Freischneidern. Ein zusätzlicher Katalysator am AS 2-Takt-Motor verringert verbleibende Ölrückstände und unverbrannten Kraftstoff. Umwelt- und Gesundheitsschonende Alkalytkraftstoffe können heute in allen 2-Takt Motoren verwendet werden.

    Schutz gegen Messerschäden bei Fremdkörpern

    Die meisten Maschinen zum Mähen von Rasen oder Hochgras sind heutzutage Sichel- oder Schlegelmäher. Sonderformen wie Spindel-, Balken-, Kreisel- oder Scheibenmähwerk kommen vor allem auf Golfplätzen oder in der Landwirtschaft zum Einsatz.

    Ein Sichelmäher, zum Beispiel ein gewöhnlicher Rasenmäher, verwendet ein schnell rotierendes Messer an einer vertikalen Welle. Fertig. Das ist technisch relativ simpel umzusetzen. Was passiert nun aber, wenn dieses Messer auf einen harten oder unbeweglichen Fremdkörper trifft. Ganz einfach – es bleibt abrupt stehen. Wohin geht die Bewegungsenergie? Laut Isaac Newton geht Energie nie verloren. Sie ist jetzt nur woanders. Zum Beispiel im verbogenen Messer, einer verbogenen Kurbelwelle oder einem abgerissenen Lüfterrad des Motors.

    Gute Sichelmäher haben zum Schutz vor teuren Motorschäden einige technische Besonderheiten.

    Zum Motorschutz werden verbaut:

    • Ein drittes Kurbelwellenlager bei direkt angetriebenen Messern (Beispiel Rasenmäher, Hochgrasmäher): Es verringert die Krafteinwirkung auf die Kurbelwelle bei Kollisionen.
    • Eine Rutschkupplung am Messerträger: Das Messer ist nicht starr mit dem Motor verbunden, sondern kann bei Kollisionen „durchrutschen“.
    • Trennung des Motors vom Messer durch eine Messerkupplung mit Riemen: Der Riemen gibt einen Einschlag am Messer nicht oder viel schwächer an den Motor weiter.
    • Stabile Messerlager: Das Messer ist vom Motor getrennt und auf einem großen, soliden, mit mehreren Kugellagern ausgestatteten Sockel montiert.

    Alle diese Vorkehrungen verhindern in den meisten Fällen teure Motorschäden. Eine 100%ige Garantie gibt es aber auch hier leider nicht. Dies sind die Grenzen der Physik.

    Eine robuste Sonderform ist der Schlegelmäher

    Anders als bei den Sichelmähern verfügt er über eine horizontale Welle (Rotor), an der Schlegel in unterschiedlichen Formen lose pendelnd befestigt werden. Der Rotor dreht sich mit hoher Drehzahl von ca. 3.000 U/min. Treffen diese Schlegel auf einen Fremdkörper, so können diese immerhin wegklappen – ein entscheidender Vorteil, wenn es einmal „knallt“.

    Schlegelmäher kommen deshalb vor allem bei Kommunen, Bauhöfen, Straßenbauämtern und bei Dienstleistern zum Einsatz. Sie brauchen diese Einsatzsicherheit bei der Arbeit in unbekanntem Gebiet. Zusätzlich erzeugen Schlegelmäher ein sehr einheitliches Schnittbild und haben eine um bis zu 30% höhere Flächenleistung als vergleichbar breite Sichelmäher.

    Sie haben nun gesehen, wie schwierig es sein kann, einen perfekten Universal-Mäher zu bauen. Leider müssen wir Ihnen sagen, dass wir ihn selbst noch nicht gefunden haben und auch nicht glauben, dass es ihn gibt. Vielleicht helfen Ihnen aber die hier gemachten Angaben und Erklärungen auf der Suche nach einem guten Mäher. Viel Erfolg!

    Moderne Mulch-Rasenmäher – leeres Marketing-Versprechen oder wirklich gute Maschinen?

    In den letzten Jahren kam eine Vielzahl sogenannter „neuer“ Mulch-Rasenmäher auf den Markt. Rein äußerlich erkennt man sie sofort am fehlenden Fangsack und an der runden, geschlossenen Form der Mähhaube.

    Als revolutionäre Neuentwicklung werden die Maschinen von jedem Hersteller intensiv beworben. Von „intensiv mulchen“, „Mikro-Zerkleinerung“ und sogar „Pulverisieren“ des Rasens ist die Rede.

    Sind diese Mäher wirklich so neuartig und so gut wie es uns das Marketing verspricht?

    Zuerst einmal zu den Fakten und Tatsachen über Mulch-Rasenmäher

    • Laut Wikipedia-Definition bezeichnet Mulchen das Abmähen mit gleichzeitigem Zerkleinern des Mähgutes und das Bedecken des Bodens mit unverrotteten organischen Materialien.
    • Mulchen ist nicht neu erfunden worden, sondern ein seit langem angewandtes Mähverfahren in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Dafür kommen seit langem schon verschiedenartige Mähsysteme zum Einsatz.
    • Auch bei den Rasenmähern gibt es seit Jahrzehnten schon sogenannte „Mulcheinsätze“ oder „Mulchkits“, die in die Mähhaube eingesetzt werden und den Fangsack ersetzen.

    Also sind Mulchmäher gar nicht so neu wie angepriesen. Aber, und das ist wahr: Die neue Generation von Mulch-Rasenmähern hat ein viel saubereres Schnittbild als ältere Modelle. Außerdem sind sie erheblich besser als Kombi-Rasenmäher mit Mulcheinsatz.

    Technischer Fortschritt durch die neuartige Kombination bestimmter Bauteile

    • Mulchmäher besitzen eine vollkommen runde Mähhaube (auch Mulchglocke genannt) ohne jegliche Störung durch Kanten, Ecken oder Auswurfkanäle.
    • In der kreisrunden Form der Mulchglocke kann sich durch das rotierende Messer (ca. 2.800 bis 3.100 U/min.) ein kreisender Luftstrom bilden.
    • Lang abgeschnittenes Gras wird im Luftstrom verwirbelt und einige Zeit festgehalten.
    • Während das Schnittgut verwirbelt wird, kann ein Spezial-Mulchmesser mit mehreren Schnittkanten, die auf unterschiedlichen Höhen des Messers liegen, die Grashalme weiter und feiner zerkleinern.
    • Wenn die Graspartikel sehr klein geworden sind und dem Luftstrom wenig Angriffsfläche bieten, fallen sie auf die Oberfläche des Rasens zurück.
    • Die hintere Kante der Mulchglocke oder ein extra montiertes Querstück am Heck des Mähers „bürsten“ dann sozusagen die feinen Mulchpartikel in den verbleibenden Rasen. Fertig ist das saubere Schnittbild, ganz ohne Fangsack.

    Mulch-Rasenmäher sind also kein Hexenwerk, sondern eine clevere Kombination aus Mähdeck, Luftstrom und Messerform.

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    Bestandteile guter Mulch-Rasenmäher für ein optimales Schnittbild

    • Tiefe, kreisrunde Mulchglocke: Darin kann sich ein konstanter Luftstrom ausbilden und viel Schnittgut aufgenommen werden.
    • Starker Luftstrom in der Mulchglocke: durch extra Luftflügel oder eine hohe, angestellte, nicht flache Messerform.
    • Messer mit mehreren Schnittkanten: bis zu drei Schnittkanten sind zurzeit üblich.
    • Schnittkanten des Messers liegen auf unterschiedlichen Höhen: Gute Messer verteilen die Schnittkanten auf 30 bis 40mm Höhe und schneiden somit in mehreren Ebenen in der Mulchglocke.
    • Das gemulchte Schnittgut wird in den Rasen gerecht: Ein Querstab oder ein ähnliches Element wackeln an den verbleibenden Grashalmen, wodurch die Graspartikel auf den Rasengrund fallen.

    Die Vorteile des Mulchens

    Wer nun einen guten Mulch-Rasenmäher erworben hat, wird bei den ersten Einsätzen wirklich erstaunt sein. Rasenflächen einfach „durchmähen“ ohne anzuhalten. Kein lästiges Entleeren des Schnittgutes auf den Kompost oder den Anhänger. Kein Entsorgen des Schnittgutes, 30% Einsparung bei Düngemitteln und, das ist am wichtigsten: ein wirklich sauberes und gleichmäßiges Schnittbild wie früher mit einem Fangsackmäher.

    Bleibt nur noch eine Frage: Was machen Sie nun mit der 25% eingesparten Zeit im Vergleich zum früheren Fangsackmähen? Am besten wohl etwas Sinnvolles.

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    Der Trend geht zum Hochgrasmähen

    Die Kulturlandschaften weltweit haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft werden viele Flächen intensiver und Randflächen teilweise überhaupt nicht mehr genutzt. Daraus resultieren vor allem eine Verbuschung bzw. Verwaldung und damit eine starke Reduktion der Vielfalt von Flora und Fauna in Randbereichen. Zudem bewirkt die intesive Pflege von Grünflächen (mit sehr früher Mahd und mit mehr als fünf Mähzyklen im Jahr) einen dramatischen Artenschwund.

    Die Anforderungen, die sich daraus ergeben, sind im Wesentlichen:

    • Wirtschaftlich effiziente Mähverfahren für Randbereiche (Streuobstwiesen, Hanglagen, usw.) zur Offenhaltung dieser Flächen
    • Die Anpassung der Mähverfahren in Randbereichen, das heißt eine Reduktion der Mähintervalle pro Jahr und ein verzögerter Mahdtermin für die erste Mahd
    • Eine Anpassung des Mähzeitpunktes: Früh morgens bei bedecktem Himmel oder spät abends sind viele Insekten und Bienen nicht unterwegs.
    • Das Anlegen von Rotationsbrachen oder das Belassen von Altgrasstreifen

    Unter diesen Voraussetzungen ist Hochgrasmähen weit mehr als ein Trend. Zum Schutz der Umwelt und vor allem zur Reduktion des Bienensterbens ist ein Umdenken bei der Pflege von Grünflächen nicht nur wünschenswert, sondern auch erforderlich.

    Aktiver Umwelt- und Naturschutz mit entsprechenden Mähgeräten

    Blumenwiesen leisten als Bienenweide und zur Förderung der Artenvielfalt einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unseres Ökosystems. Wichtig ist dabei, dass bis zum Ausblühen (Ende Juni – Mitte Juli) keine Mahd erfolgt. Dabei wird der Bestand schnell bis über 100 cm hoch. Ein ideales Einsatzgebiet für Allmäher und Aufsitzmäher, die Aufwuchs bis 150 cm Höhe mähen können.

    Bei der Bewirtschaftung von Streuobstwiesen oder in der Pflege von sonstigen Randlagen wird und soll nur ein bis zwei Mal pro Jahr gemäht werden. Bei dieser Art der Pflege zur Freihaltung der Flächen von Stauden und Sträuchern wird das Gras ebenfalls 60 bis 100 cm hoch. Hoher Durchsatz und ein hervorragendes Mulchergebnis sind erforderlich. Die Geräte von AS-Motor wurden genau für diesen Zweck entwickelt.

    Weitere Aspekte, die für das Hochgrasmähen sprechen

    Eine Reduktion der Mähintervalle ist nicht nur aus Umweltschutzgründen sinnvoll, sondern bietet auch aus ökonomischer Sicht Vorteile: Hier schlagen vor allem der geringere Zeit- bzw. Personalaufwand und der geringere Aufwand von Betriebsmitteln wie Kraftstoff und Verschleißteile zu Buche. Durch das Mulchen und die gleichmäßige Ablage des Mähgutes entfällt auch die kostenintensive Abfuhr. Gleichzeitig steht einem Wiederaufwuchs des Bestandes nichts im Wege.

    Extensive Pflege mit ein bis zwei Mähintervallen pro Saison bedeutet natürlich auch einen wesentlich geringeren Ausstoß an Emissionen in Form von Abgas und Lärm. Dies ist bei entsprechender Technik auch für das Pflegepersonal wesentlich schonender.

    Mähen am Hang: Experten von AS-Motor geben Tipps zum Einsatz unterschiedlicher Mäher

    Mähen am Hang ist anspruchsvoll – je nach Gerät sind an steilen Flächen Unterschiede in der Vorgehensweise zu beachten.

    Handgeführt, im Aufsitzbetrieb oder ferngesteuert: Wie lässt sich ein steiler Hang mit einem handgeführten Mäher am besten bearbeiten? Über welche Ausstattungsmerkmale sollte ein Aufsitzmäher für den Einsatz auf einem steilen Gelände verfügen? Und warum sollte die Reichweite bei einem ferngesteuerten Mäher auch auf bekannten Flächen nicht ausgenutzt werden? Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, die für den Mäheinsatz am Hang nicht nur praktisch sind und die Arbeit erleichtern, sondern auch für mehr Sicherheit sorgen.

    Handgeführte Mäher

    Ab einer gewissen Hangneigung wird mit einem handgeführten Gerät immer quer zum Hang gearbeitet. Denn das ist für den Bediener weniger anstrengend, als dem Mäher bergauf und bergab zu folgen. Dabei sollte zum Berg hin gewendet werden, da das Gerät bei einer Drehung in Richtung Abhang beschleunigen, im Extremfall sogar herumschleudern kann. Der Anwender läuft quer zum Hang nicht direkt in der Spur des Mähers: Je steiler es ist, desto mehr muss er sich zum Hang hin abstützen und läuft dabei automatisch etwas tiefer. Lässt sich der Lenker schwenken bzw. seitlich etwas nach unten drehen – genau wie bei Arbeiten entlang eines Zaunes oder eines Gebäudes – entlastet dies den Gerätebediener ungemein.

    Aufsitzmäher

    Ein Aufsitzmäher, der am Hang eingesetzt wird, muss – da er den Bediener „beherbergt“ – in jedem Fall hangtauglich sein. Dafür, dass der Mäher auch seine Traktion hält, wenn es steil ist, sorgen ganz grundsätzlich ein tiefer Schwerpunkt und im Besonderen Ausstattungsmerkmale wie bspw. Allrad-Antrieb, Differenzialsperre und/oder eine spezielle Bereifung. Die Informationen zur Standsicherheit des benutzten Mähers quer zum Hang müssen in jedem Fall bekannt sein. 40 Prozent der Gradzahl, bei der ein Gerät bei voll eingeschlagener Lenkung umkippt, wird als Standsicherheit an- und freigegeben. Bei Berücksichtigung des Werts kann ein Aufsitzmäher also nicht umstürzen. Doch selbst bei ähnlichen Modellen kann es Unterschiede geben, wie das Beispiel der Sherpa-Familie von AS-Motor verdeutlicht: Die Standsicherheit quer zum Hang liegt beim AS 915 Sherpa 2WD und beim AS 920 Sherpa 2WD bei 18 Grad, beim AS 940 Sherpa 4WD bei 20 Grad und bei der XL-Variante sowie beim fernsteuerbaren RC-Modell im Aufsitzbetrieb bei 21 Grad; wird der AS 940 Sherpa 4WD RC ferngesteuert betrieben, sind es 33 Grad.

    Wenn es steil ist, wird die Sitzposition beim Arbeiten quer zum Hang für den Bediener zu anstrengend. Deshalb wird mit Aufsitzmähern am Hang bergauf und bergab gefahren. Vor allem beim Wenden ist dabei auf Unebenheiten zu achten, die den Mäher ungewollt in eine extreme Schräglage bringen könnten.

    Da jedoch auch das Hoch- und Herunterfahren im Aufsitzbetrieb körperlich einiges vom Bediener abverlangt, ist im steilen Gelände besonders von Vorteil, wenn ein Aufsitzmäher vorhanden ist, der sich auf ferngesteuerten Betrieb umstellen lässt: Die körperliche Belastung ist dadurch geringer.

    Ferngesteuerte Mäher

    Bei einem ferngesteuerten Gerät lässt sich grundsätzlich sowohl quer zum Hang als auch hoch und herunter arbeiten. Da es jedoch weniger anstrengend ist, quer zum Hang mitzulaufen, wird meist so gearbeitet. Fahren auf frischem Schnittgut kann schnell zu weniger Traktion und zum Rutschen des Mähers führen. Deshalb sollte, wenn quer zum Hang gemäht wird, die Fläche von oben nach unten bearbeitet werden. Dadurch liegt das geschnittene Gras oberhalb des Mähers und die Rutschgefahr auf frischem Schnittgut wird minimiert. Wichtig ist dabei, nicht vor dem Mäher oder unterhalb des Mähers zu laufen.

    Bei Sichelmähern ist zudem die rechte Seite durch die Rotation der Messer gefährdet, da aufgrund des Rechtslaufs Schnittgut und eventuelle Fremdkörper hauptsächlich nach rechts und rechts hinten beschleunigt werden. Die sicherste Position für den Anwender ist deshalb hinter der Maschine auf der linken Seite. Die Reichweite ferngesteuerter Mäher sollte auch bei Mäharbeiten auf gut bekanntem Gelände niemals ausgenutzt werden. Denn nur wer dicht beim Mäher mitläuft, ist in der Lage Fremdkörper, die jederzeit im Weg liegen können, rechtzeitig zu entdecken.

    Über diese Tipps hinaus, liefern die Betriebsanleitungen der Geräte viel Wissenswertes. Sie sind Pflichtlektüre für den sicheren und bestimmungsmäßigen Gebrauch des Mähers; sollten hier erwähnte Einzelheiten davon abweichen, hat Vorrang, was dort steht. Die Betriebsanleitungen der Geräte von AS-Motor sind auf den Produktseiten der Website abrufbar. Der YouTube-Kanal von AS-Motor hält unter anderem sogenannte Product Safety Videos zu verschiedenen Mähern zum Ansehen bereit.

    Mit Dornen im Reifen trotzdem weitermähen – Möglichkeiten des Pannenschutzes bei Luftreifen

    Der legendäre Plattfuß nervt und ärgert seinen Fahrer schon seit 1887. In diesem Jahr erfand nämlich John B. Dunlop den ersten luftgefüllten Reifen. Erfreuen tut sich seitdem jeder an seinen Vorteilen: am geringen Gewicht, an der guten Traktion, an hohen Geschwindigkeiten und vor allem aber am hohen Federungskomfort.

    Beim Einsatz von Rasentraktoren und Aufsitzmähern ist es meist der kleine böse Dorn, der das zügige Mähen jäh zu einem Ende bringt – Tagesziel adieu.

    Kleine Ursache, aber große Wirkung: Maschine anheben, Rad demontieren, zum nächsten Fachhändler fahren.

    Dort angekommen freundlich fragen, ob er es trotz vollen Ladens gleich richten könnte, 20 Minuten warten, 20 bis 30 Euro für die Reparatur bezahlen und dann wieder schnell zurück. Rad wieder drauf und weiter geht’s. Wenn das alles zusammen nur eine Stunde dauert, hat man echtes Glück gehabt. Was diese Ausfallzeit einem Dienstleister kostet, kann man erahnen. So, hoffentlich passiert jetzt eine Zeit lang nichts mehr.

    Hoffen ist gut, wem das aber zwei bis drei Mal in der Woche passiert, der sucht aus echten Kostengründen und zur Nervenschonung nach Möglichkeiten des Pannenschutzes.

    Welche Möglichkeiten stehen heute zur Verfügung?

    Als erstes kommen da diverse Reifenpannenhilfen in den Sinn. Das sind Produkte, meist in Form einer Spraydose, die heutzutage anstelle des guten alten Reserverades im Auto mitgeführt werden und an jeder Tankstelle zu haben sind. Im Falle eines defekten Reifens soll das Mittel den Reifen durch chemische Reaktion und einen Klebeeffekt wieder fahrbar machen. Die Anwendung ist also nicht präventiv möglich sondern nur im akuten Pannenfall. Fast immer ist diese Art der Reparatur nicht dauerhaft, sondern nur kurzfristig. Nach mehrmaligem, wiederholtem Einsatz des Sprays kann der Reifen dadurch sogar unbrauchbar werden und muss ersetzt werden.

    Im Gegensatz dazu gibt es aber auch dauerhafte Reifenpannenschutzmittel. Sie werden präventiv, also vorsorglich schon in einen Reifen gefüllt, um im Pannenfall sofort abzudichten und ein Weiterarbeiten ohne Ausfallzeit zu ermöglichen. Sie unterscheiden sich, im Vergleich zu den Reifenpannenhilfen, durch ihre Fähigkeit, Leckagen und Verletzungen dauerhaft abzudichten, trotz der permanenten Walkarbeit des Reifens. Die Funktionsweise der Pannenschutzmittel ist so einfach wie verblüffend. Einer Grundflüssigkeit auf Wasserbasis, ohne Lösungsmittel, werden entweder Gummipartikel oder Kunstfasern unterschiedlicher Größe oder Länge beigemischt.

    Bei einer mechanischen Beschädigung des Reifens presst der Reifendruck die Fasern oder Gummipartikel in den Stichkanal und verstopft den selbigen rein mechanisch und dauerhaft. Dieses Funktionsprinzip ist dauerhaft und kann beliebig wiederholt werden. Lediglich eine geringe Menge Luft tritt im Moment des Einstichs aus bis der Stich vom Mittel verschlossen wird. Das Besondere am Reifenpannenschutzmittel ist, dass Dornen, Nägel oder andere spitze Fremdkörper im Reifenmantel steckenbleiben können und trotzdem dauerhaft abgedichtet werden.

    Ein solches Mittel ist zum Beispiel „Plattfuss-Stop“ der Firma AS-Motor in Bühlertann. Auf der Messe Demopark 2019 konnten Standbesucher einen Aufsitzmäher-Reifen mit einem spitzen Werkzeug durchlöchern. Nach drei Tagen Fachmesse und über 200 Löchern war der Reifen immer noch dicht. Auf das Pannenschutzmittel wurde AS-Motor bei einer Messe in Amerika aufmerksam. Lange schon klagten viele Kunden des schwäbischen Herstellers von Hochgrasmähern über häufige Plattfüße.

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    Der Versuch, dem Problem mit dauerhaftem Ausschäumen der Reifen mit Polyurethan Herr zu werden, scheiterte. Das dauerhafte Ausschäumen verhindert zwar Plattfüße zu 100%, wird aber durch drei wesentliche Nachteile begleitet: Erstens, das Gewicht. Das Gewicht eines Vorderrades (4.80/4.00-8) des AS 940 Sherpa 4WD XL, Durchmesser circa 40cm, Breite circa 10 cm, erhöht sich beim Ausschäumen um ganze 7 kg. Würde man nun alle vier Reifen der Maschine ausschäumen, inklusive der großen Hinterräder (20×10.00-8), käme man auf ein Maschinenmehrgewicht von ca. 64 kg! Inklusive Fahrer kann dies das maximal zulässige Gesamtgewicht der Maschine übersteigen. Zweitens, der hohe Preis. Das Ausschäumen eines AS Sherpa Vorderrades kostet ungefähr 70 € bei einem Fachbetrieb. Drittens, der danach vollkommen fehlende Federungskomfort. Fahrer und Maschine werden dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen. Lenkstangen, Achslager und Achsaufhängung schlagen aus und die Bandscheiben des Fahrers ebenso.

    Nach ausgiebigen Tests des Pannenschutzmittels „Plattfuss-Stop“ und stichhaltiger Referenzen bei der US Army sowie der Royal Mail in Großbritannien entschloss sich AS-Motor, das Produkt zu importieren und serienmäßig in seinem Profi-Aufsitzschlegelmäher AS 1040 YAK 4WD einzusetzen. Laut AS-Motor sind die heutigen YAK Profikunden ausnahmslos zufrieden. Allen Kunden mit Pannensorgen empfiehlt der AS-Motor Kundenservice deshalb die Verwendung von „Plattfuss-Stop“. In schlauchlosen Reifen können Pannenschutzmittel ihre maximale Schutzwirkung von über 95% entfalten. Auch in Schlauchreifen verringern sie Pannen erheblich, leider aber nicht so gut wie in schlauchlosen Reifen. Eventuell kann es sinnvoll sein, Schlauchreifen durch Schlauchlose zu ersetzen um dann konsequent Reifendichtmittel zu verwenden. Bei Schlauchreifen auf verschweißten Felgen muss gegebenenfalls nur der Mantel und das Ventil ausgetauscht werden. Lediglich bei Schnittverletzungen oder größeren Beschädigungen der Reifenflanke ist auch ein gutes Pannenschutzmittel machtlos.

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    Das alte Gerücht, dass präventive Reifendichtmittel beim Reifenwechsel alles verkleben, ist nicht mehr zeitgemäß, denn „Plattfuss-Stop“ ist zum Beispiel wasserlöslich, einfach abwaschbar, nicht giftig, unbegrenzt haltbar, wiederverwendbar im nächsten Mantel und biologisch abbaubar. Der Literpreis beträgt laut AS-Motor ca. 37,00 € inkl. MwSt. Fachandelspartner und Füllmengen findet der Kunde auf der Website von AS-Motor. Für einen AS 940 Sherpa 4WD sind laut Hersteller circa 3 Liter „Plattfuss-Stop“ ausreichend. Jeweils 1 Liter pro Hinterrad sowie 0,5 Liter pro Vorderrad. Zur Verwendung gibt AS-Motor das Produkt nur für landwirtschaftliche Einsatzzwecke frei, nicht für Autos, Motorräder oder dergleichen.

    Fazit

    Die einmalige Investition in ein Pannenschutzmittel beim Kauf eines neuen Aufsitzmähers kann sich lohnen – denkt Mann/Frau an die Geldbörse und die eigenen Nerven.

    So funktioniert das Reifendichtmittel AS-Motor Plattfuss-Stop

    1. Stillstand

    2. Fahrt

    3. Einstich Fremdkörper

    4. Wirkung Plattfuss-Stop

    5. Einstich Dorn

    6. Wirkung Plattfuss-Stop (bei verbleibendem Dorn)

    Das Mittel kann über den Fachhandel erworben werden: In der 950-Milliliter-Flasche – was ausreicht, um einen Hinterreifen eines Sherpa-Aufsitzmähers von AS-Motor abzudichten – oder im 20-Liter-Gebinde, wofür zusätzlich eine Pumpe nötig ist. Angaben dazu, wie viel Pannenschutz-Mittel pro Reifen eingefüllt werden muss, finden Sie auf den verlinkten Seiten. Mit „Plattfuss-Stop“ lassen sich schleichender Druckverlust, platte Reifen und Ausfallszeiten vermeiden – und das über Jahre hinweg.

    Fit in den Winterschlaf. Fit für die kommende Saison - Teil 1

    Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt für einen umfänglichen Geräte-Check von Rasenmähern, Aufsitzmähern und anderen motorisierten Gartenhelfern. Was es hierbei zu beachten gibt, weiß kaum einer besser als Wolfgang Gerlach. Der gelernte KFZ-Mechaniker ist seit 35 Jahren als Versuchsmechaniker beim Hochgrasmäher-Hersteller AS-Motor in Bühlertann tätig.

    In diesem Beitrag haben wir das umfangreiche Wissen des Motor-Experten rund um den Winter Check-Up zusammengefasst. Zunächst geht es um grundsätzliche Dinge, die es zu beachten gilt und dann im Detail um die Pflege und Winterfest-Machen von Karosserie, Rahmen und Mähwerk.

    Vorteile eines Winter Check-ups

    Mit einem umfangreichen Geräte-Check vor der Einlagerung der Maschinen schlägt man drei Fliegen mit einer Klappe. Erstens werden die Maschinen richtig gereinigt und dauerhaft konserviert, zweitens werden die Funktionen überprüft und Fehler erkannt und drittens zeigt sich, wo Handlungs- oder Reparaturbedarf durch einen Fachmann besteht. Hauptziel ist, dass die motorisierten Helfer im folgenden Frühjahr auf Anhieb wieder einsatz- und funktionsfähig sind. Wesentlich hierbei ist auch die Arbeitssicherheit. Messer, Schlegel und Klingen sind ständiger, hoher Belastung und Verschleiß ausgesetzt. Bei Messergeschwindigkeiten von teils über 200 km/h muss hier alles tipptopp in Ordnung sein. Positive Begleiterscheinungen des Geräte-Checks sind eine verlängerte Lebensdauer und ein erhöhter Werterhalt.

    Unser Motor-Experte: Seit 35 Jahren arbeitet Wolfgang Gerlach bei AS-Motor als Versuchsmechaniker im Prototypenbau und im Motorenteststand

    Bevor es losgeht

    Jeder Check-Up beginnt mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. So muss vor jeder Aktion am Gerät ein versehentliches Anlaufen der Maschine ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund muss bei Elektromähern zunächst der Netzstecker gezogen werden. Bei batteriebetriebenen Geräten entnimmt man die Akkus und betätigt gegebenenfalls den Aus-Schalter oder zieht den Sicherheitsschlüssel ab. Bei Motorgeräten mit Seilstart ist der Zündkerzenstecker abzuziehen. Um bei Aufsitzmähern auf Nummer sicher zu gehen, muss vor Beginn der Arbeiten an der Maschine der Zündschlüssel abgezogen und wenn möglich die Batterie abgeklemmt werden. Benzinhähne und Tankentlüftungen sind zu schließen. Grundsätzlich muss für eine gute Belüftung gesorgt sein und die Maschine sicher stehen. Selbstverständlich sollte sein, dass keine Zündquellen in der Nähe sind und schnittfeste Handschuhe getragen werden.

    Einige Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld

    Frischer Glanz und gut geschmiert

    Um die Karosserie und den Rahmen zu reinigen kehrt man zunächst losen Schmutz, Staub, Blätter und Äste mit einem Handbesen ab. Anhaftende Verschmutzungen werden mit einem feuchten Lappen und schonendem Reinigungsmittel entfernt. Der Experte aus dem Hause AS-Motor weißt darauf hin, dass gerade sich zersetzendes, feuchtes Gras und Laub besonders korrosiv zu Metallen und Oberflächen sind. Achten Sie deshalb auf Faulnester in Ecken und Winkeln Ihrer Maschine. Besonders effektiv und schonend lässt sich die Karosserie mit Druckluft reinigen. Vom Gebrauch von Hochdruckreinigern wird dagegen abgeraten. Empfindliche Lager und Bauteile werden entfettet, Wasser dringt ein und Reinigungszusätze sind zudem oftmals besonders korrosiv. Fließendes Wasser aus dem Schlauch kann verwendet werden. Aber bitte auch hierbei empfindliche und elektrische Teile aussparen und keinen direkten Strahl auf Lager richten.

    Beim Reinigen der Karosserie können gleichzeitig die Bowdenzüge und ihre Außenhüllen überprüft werden. Scheuerstellen, Knicke, Quetschungen und gebrochene Litzen beeinflussen die korrekte Funktion. Auch weitere Schäden können daraus resultieren, wenn beispielsweise eine Kupplung das Getriebe nicht richtig auskuppelt. Testen Sie deshalb die Gängigkeit der Züge und die Endbefestigungen. Zur Schmierung der Bowdenzüge sollte am besten ein Silikon-Schmierstoff verwendet werden. Im Gegensatz zu Ölen und Fetten verharzt und verklebt dieser nicht. Und es bleibt weniger Schmutz daran haften.

    Nach dem Reinigen können nun alle Gelenke, Scharniere und Bedienhebel mit harzfreiem Multifunktions-Öl geschmiert werden. Hierbei ist zu beachten, dass auf Antriebs- oder Keilriemen, Riemenscheiben, Bremsbeläge oder Trocken-kupplungen kein Schmierstoff, Öl oder Wachs gelangen darf.

    Alles was man für den Winter Check-Up braucht

    Für die Bowdenzüge verwendet man Silikonspray, denn dieses verklebt und verharzt nicht

    Sauberes Mähwerk

    Um an das Mähwerk zu gelangen müssen die Mäher aufgestellt, umgelegt oder zur Seite geneigt werden. Bei elektrischen oder mit Akku betriebenen Mähern ist das kein Problem. Sie können auf jede Seite gelegt werden, da sie kein Öl im Motor haben. Bei Verbrennungsmotoren gehen Sie bitte folgendermaßen vor: Schließen Sie den Benzinhahn und die Tankentlüftung, bei undichtem Tankdeckel lassen Sie den Kraftstoff vorher ab. Nach der Entnahme des Luftfilters kann der Mäher zur Seite gelegt werden. Bitte beachten Sie, dass bei 4-Takt Motoren das Luftfiltergehäuse beim Umlegen des Mähers immer oben sein muss, d.h. über dem Kurbelgehäuse. Sonst läuft Motorenöl in das Luftfiltergehäuse und verschmutzt den Ansaugkanal und den Luftfilter.

    Zum sicheren Neigen eines Aufsitzmähers kann ein Serviceständer verwendet werden. Diese sind im Fachhandel erhältlich. Ansonsten kann die Maschine auf Auffahrrampen gefahren werden und ist somit von unten zugänglich. Sichern Sie den Aufsitzmäher gegen Wegrollen oder Umfallen.

    Nun kann mit der Reinigung des Mähwerks begonnen werden. Achten Sie bitte auf die scharfen Schneidwerkzeuge. Hier besteht Verletzungsgefahr. Am besten lassen sich Mähwerke und Mähhauben gleich nach dem letzten Einsatz reinigen, da dann die anheftenden Grasreste noch feucht sind. Nehmen Sie zum Ausschaben Werkzeuge aus Holz oder Kunststoff, um beschichtete Oberflächen nicht unnötig zu beschädigen.

    Obwohl vom Gebrauch eines Hochdruckreinigers grundsätzlich abgeraten wird kann er bei der Reinigung des Mähdecks die Arbeit erheblich vereinfachen. Beachten Sie in diesem Falle aber unbedingt folgende Hinweise: Reinigen Sie damit nur die Metall- oder Aluflächen der Unterseite des Mähgehäuses und verwenden Sie keine Reinigungsadditive. Die Messerlagerung, die Kurbelwelle und die Messerkupplung müssen bei der Arbeit mit dem Hochdruckreiniger ausgespart werden und ein Düsenabstand von 20-30 cm ist einzuhalten. Nach einer Nasswäsche ist es vorteilhaft, wenn man die Maschine kurz laufen lässt. Wasserreste fliegen dabei von den bewegten Teilen oder werden vom Luftstrom verdrängt.

    Um das Mähwerk reinigen zu können müssen die Mäher aufgestellt, umgelegt oder zur Seite geneigt werden. Bei Geräten mit Verbrennungsmotoren ist besondere Vorsicht geboten.

    Sind Messer und Klingen noch in Ordnung?

    Nach dem Reinigen werden die Messer und Klingen begutachtet. Hierbei müssen einige Fragen beantwortet werden: Sind Risse, Verformungen oder Beschädigungen ersichtlich? Sind die Messer scharf oder müssen sie geschärft werden? Hat die Abnutzung der Messer schon die Minimal-Markierung erreicht? Sind die Sicherungsschrauben lose oder abgenutzt? Sind alle Sicherheitsblenden oder Auswurf-Schutzlappen intakt?

    Sollten Sie bei der Inspektion des Messersystems und seiner Schutzblenden Abnormitäten feststellen, muss man eine Fachwerkstatt die gegebenenfalls notwendigen Reparaturen ausführen lassen. Von fehlerhaften Messersystemen geht eine große Gefahr für den Nutzer oder Passanten aus. Reparaturen am Messer dürfen daher nur von Fachkundigen durchgeführt werden. Selbst beim einfachen Nachschärfen von Klingen und Messern ist danach eine Kontrolle der Unwucht notwendig. Ohne Spezialwerkzeug dazu werden Vibrationen der Maschine dauerhaft zusetzen.

    Gut geschützt durch die kalte Jahreszeit

    Nach dem Reinigen und dem Messer-Check wird das Mähdeck und die Messer von unten konserviert und vor winterlicher Korrosion geschützt. Verwenden Sie dazu wachs- oder ölhaltige Pflegemittel. Der AS-Motor Experte weist darauf hin, dass keine Oberflächenbeschichtung, egal ob Lackierung, Pulverbeschichtung oder Verzinkung dauerhaft in einem Mähdeck hält. Aufgewirbelte Steinchen und Sand, aggressive Pflanzensäfte und dauernde Feuchtigkeit sind stärker. Leichte Flugrostbildung und Korrosion ist deshalb normal. Während des regelmäßigen Betriebs spielt dies für die Haltbarkeit eine unwesentliche Rolle. Nur eine dauerhafte Lagerung in verschmutzen Zustand lässt Stahlblech irgendwann durchrosten. Deshalb sollte man die große Jahresreinigung vor der Winterruhe der Maschine durchführen.

    Fit in den Winterschlaf – Fit für die kommende Saison – Teil 2

    Im Herbst können Rasenmäher, Aufsitzmäher und unzählige andere Gartengeräte einen Gang runterschalten. Die meisten Arbeiten sind erledigt und es bleibt wieder etwas mehr Zeit, sich um Instandhaltung, Reparatur und Wartung zu kümmern.

    Im zweiten Teil unserer Serie rund um den Winter Check-up stehen der Motor, die Elektrik und die Reifen im Mittelpunkt. Auch hier haben wir wieder den Motor-Experten Wolfgang Gerlach aus dem Hause AS-Motor gefragt, was es zu beachten gibt.

    Wellness für den Motor

    Zu Beginn gleich eine gute Nachricht für alle Besitzer von Elektro- oder Batteriemähern. Elektromotoren sind normalerweise wartungsfrei. Nur gelegentlich muss ein Luftfiltervlies des Kühlventilators gereinigt werden.

    Bei Verbrennungsmotoren müssen dagegen einige Punkte abgearbeitet werden. Begonnen wird mit dem Luftfilter. Dieser wird ausgebaut und dann auf Verunreinigungen untersucht. Trockener Staub, Pflanzensamen und Fremdkörper können durch leichtes Ausklopfen entfernt werden. Beschädigte, stark verschmutzte oder durch Öl und Benzin verunreinigte Filter müssen dagegen ersetzt werden. Unser AS-Motor Experte weist darauf hin, dass man beim Filterkauf unbedingt auf Originalteile des Herstellers achten soll. AS-Motor Filter erkennen Sie zum Beispiel am Original-Logo auf dem Filter. Aktuell sind leider sehr viele minderwertige Kopien im Handel erhältlich. Motorschäden durch kopierte Filter werden in letzter Zeit immer häufiger. Hinzu kommt, dass die Staubbelastung der Motoren durch die Trockenheit in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Verkürzen Sie deshalb das Kontrollintervall des Luftfilters während der laufenden Saison.

    Wenn der Motor der Maschine vor der Winterpause ordnungsgemäß gelaufen ist, entfällt das Herausschrauben und die Reinigung der Zündkerze. Hier muss man erst bei Störungen aktiv werden oder beim nächsten vorgeschriebenen Service-Intervall des Motorenherstellers.

    Motorschäden, verursacht durch minderwertige Kopien, sind leider keine Seltenheit. Im Bild zu sehen ist ein neuer Original-Luftfilter, ein verdreckter Original-Luftfilter und eine billige Kopie (von links)

    Vergaser und Tank entleeren

    Den Vergaser müssen Sie vorsichtig von außen reinigen. Achten Sie darauf, dass Sie keine Zugfedern beschädigen oder Schrauben lösen. Bei 4-Takt Motoren wird der Vergaser zudem vor der Einlagerung geleert. Schließen Sie dazu den Benzinhahn, starten den Motor und lassen ihn leerlaufen bis er von selbst ausgeht. Im Benzinfilter und der Kraftstoffleitung verbleibt noch Kraftstoff, der Vergaser ist aber fast ganz entleert. Manche Vergaser besitzen zudem eine Ablassschraube für den verbleibenden Restkraftstoff. Nutzen Sie diese, wenn vorhanden.

    Versuchen Sie beim letzten Mähen den Benzintank so weit wie möglich leer zu fahren. Im Frühjahr tanken Sie dann frischen Kraftstoff. Maschinen mit Metall-Tanks überwintert man dagegen besser in vollem Zustand, um Korrosion und Kondenswasser zu vermeiden.

    Bei Geräten mit 2-Takt Motoren (außer Motorsägen und Freischneider) muss der Vergaser ebenfalls für die Einlagerung entleert werden. Gehen Sie hier wie bei einem 4-Takter vor. Im Anschluss daran empfiehlt es sich zudem den Kraftstofftank zu leeren, da sich das 2-Takt Gemisch über den Winter entmischen könnte und es dann im Frühjahr zu Motorschäden kommen kann. Lassen Sie die Tankentlüftung geöffnet. Der Benzinhahn bleibt aber geschlossen. Bei Temperaturunterschieden könnte sich der Tank sonst einbeulen oder dehnen. Grundsätzlich gilt für 2-Takt Gemische: Verwenden Sie nur vollsynthetische 2-Takt Öle. Veraltete, mineralische Öle haben ausgedient.

    Unser Motor-Experte weist zudem darauf hin, dass das Öl im Kraftstoffgemisch von 2-Takt Motoren den Kraftstofffilter während der Winterzeit eventuell verklebt und empfiehlt: „Spendieren Sie ihrem 2-Takt Mäher im Frühjahr einen neuen Kraftstofffilter. Dieser kostet wenig und beugt Startproblemen und unrundem Motorlauf vor.“

    Batterien richtig überwintern

    Hinsichtlich der Elektrik ist zunächst eine Sichtprüfung der Kabel, des Kabelbaums, der Stecker, der Abdeckungen und der Kabelbefestigungen erforderlich.

    Bezüglich der Batterien gibt es folgendes zu beachten. In Aufsitzmähern kommen heute wartungsfreie Nass- und Gelbatterien zum Einsatz. Wartungsfrei bedeutet dabei, dass keine Säure oder Wasser nachgefüllt werden muss. Es bedeutet aber nicht, dass die Batterie bei Nichtbenutzung nicht regelmäßig geladen und somit erhalten werden muss. Eine einmal tiefentladene Batterie trägt einen dauerhaften Schaden davon. Daher empfiehlt es sich bei Frostgefahr während der Lagerung die Batterie auszubauen und an einem trockenen Lagerort bei 15 bis 18° Celsius zu lagern. Das Gleiche gilt für Li-Ion Akkus. Die Batterien von Aufsitzmähern sollten zudem mindestens einmal im Monat geladen werden. Besonders hilfreich sind dazu sogenannte Dauererhaltungs-Ladegeräte mit intelligenter Elektronik. Diese sind schon für rund 20 Euro im Autozubehörhandel erhältlich. Li-Ion Akkus sollten mit einem Ladestand von ca. 50 Prozent eingelagert werden. Grundsätzlich gilt, dass Batterien an einem brandsicheren Ort, z.B. in einem Stahlschrank oder einer Metallkiste gelagert werden müssen. Besonders von beschädigten Li-Ion Akkus geht eine erhöhte Brandgefahr aus.

    Saubere Kühlung und ausreichend Öl

    Die Benzinmotoren von Aufsitzmähern und Verbrennungs-Rasenmähern sind meist luftgekühlt. Die Lüftungsgitter der Kühlluftansaugung müssen im Rahmen des Winter Check-ups gereinigt werden. Kontrollieren Sie zudem, wenn möglich, ob die Kühlrippen des Motors sauber sind und die Luftleitbleche intakt. Die Reinigung und volle Inspektion kann jedoch nur ein Fachhändler durchführen, da das Kühlsystem mit Motorabdeckungen versehen ist. Denken Sie daran, dass verschmutze Kühlrippen zu einer Überhitzung des Motors führen können.

    Bei 4-Takt-Motoren prüfen Sie den Ölstand mithilfe des Messtabes. Eventuell fehlendes Öl wird bis zur Maximal-Markierung mit dem verlangten Öl nachgefüllt. Vergewissern Sie sich, dass das Ölwechsel- und Ölfilter Service Intervall für den Motor, den Hydrostaten und ggf. für das Getriebe eingehalten wurde. Bei 2-Takt Motoren entfällt diese Kontrolle, da sie kein Motorenöl enthalten.

    Bei 4-Taktern ist der Ölstand zu kontrollieren und gegebenenfalls muss fehlendes Öl nachgefüllt werden

    Besonders bei schlauchlosen Reifen lohnt es sich, ein Reifendichtmittel einzufüllen. Ausfallzeiten werden damit deutlich reduziert

    Der richtige Druck im Reifen

    Aufsitzmäher und Gartengeräte fahren nur geringe Geschwindigkeiten. Ein Aufbocken der Maschinen zur Vermeidung von Standbeulen an den Reifen ist nicht notwendig. Ein paar Pflege- und Kontrollmaßnahmen machen dennoch Sinn. Pumpen Sie die Reifen auf leicht erhöhten Betriebsdruck auf. Dann sollten die Reifen auf Risse, Schnitte, Porosität, Stacheln und Beulen untersucht werden. Ebenso ist zu kontrollieren, ob sich Fremdkörper zwischen Felgenhorn und Reifen geschoben haben und die Radschrauben fest sind. Bei Schlauchreifen muss zudem geprüft werden, ob das Ventil geradesteht oder es sich verschoben hat. Gegebenenfalls muss die Luft abgelassen und der Mantel ausgerichtet werden, da sonst die Gefahr besteht, dass das Ventil abschert.

    Bei jedem Reifen, besonders aber bei schlauchlosen Reifen lohnt es sich, ein Reifendichtmittel einzufüllen. Ausfallzeiten werden damit stark reduziert. Die Funktion ist sogar bei vielen im Reifen steckenden Dornen gewährleistet. Reifen mit Dichtmittel können bei längerem Stehen etwas an Druck verlieren. Das ist normal, da das Dichtmittel nur bei regelmäßiger Fahrt im Reifen verteilt wird und seine Wirkung voll entfalten kann. Pumpen Sie diese Reifen einfach im Frühjahr wieder auf und fahren Sie ein paar Meter. Kurz vor Saisonbeginn kontrollieren Sie nochmals, ob alle Reifen noch Druck haben oder ob einige „Schleicher“ dabei sind. So vermeiden Sie die erste negative Erfahrung in der neuen Saison.

    Die neue Saison kann kommen!

    Nun sind Ihre Maschinen bereit für den Winterschlaf. Zum Beginn der kommenden Mähsaison sollten sie sofort einsatzbereit sein, ohne nervige Überraschungen.
    Vorausgesetzt, Sie haben sich alle entdeckten Mängel des Check-Ups aufgeschrieben und behoben, bzw. beheben lassen. Nutzen Sie die ruhigere Winterzeit bei Ihrem Fachhändler, um notwendige Reparaturen in Ruhe ausführen zu lassen. Bitte vertrauen Sie Arbeiten an Messern und sicherheitsrelevanten Bauteilen immer dem Fachmann an. Wir wünschen Ihnen frohes Schaffen und gutes Mähen in der nächsten Saison.

    Winterfest eingelagert: So verhindern Sie das Stottern des Motors im Frühjahr

    Viele Motorgeräte mit Benzinmotor sind reine Saisonarbeiter. Ab März geht die Arbeit los, im Sommer ist täglich Hochsaison und im Oktober beginnt die alljährliche Winterruhe. Eingemottet werden die Maschinen dann idealerweise frisch gewaschen, geputzt und konserviert. Trotz der ganzen Pflege kommt es häufig im Frühjahr zu Startproblemen oder zu nervigem Stottern des Motors – obwohl die Maschine vor der Winterruhe hervorragend lief. Was ist schuld daran? Roman Mühleck, Produktmanager bei AS-Motor weiß, was es beim Einlagern hinsichtlich des Kraftstoffes zu beachten gibt, damit der Start im Frühjahr reibungslos verläuft.

    Nachdem man die Maschine für den Winterschlaf vorbereitet hat, muss man sich zunächst die Frage stellen, wo und wie man das Gerät über den Winter lagern möchte. Der Experte aus dem Hause der Hochgrasmäher-Spezialisten empfiehlt einen Lagerplatz, der trocken und nicht zu warm ist. Wichtig ist zudem, dass der Platz eben ist, damit das Gerät möglichst waagerecht stehen kann.  Bei zwei- und dreirädrigen Geräten sollte sichergestellt werden, dass diese nicht umkippen können, damit Öl und Kraftstoff nicht auslaufen.

    Unser Experte: Roman Mühleck, Produktmanager bei AS-Motor

    Vollgetankt einlagern

    Idealerweise wird der Tank vor dem Einlagern ganz gefüllt, damit möglichst wenig Luft und somit Luftfeuchtigkeit im Tank verbleibt. Je nach Außentemperatur kann die Luftfeuchtigkeit zu Wasser kondensieren und sich im Tank absetzen, was sich im Frühjahr beim Erstbetrieb negativ auf den Motorstart auswirken kann. Oftmals ist daran eine weiße, klebrige Substanz im Vergaser und Kraftstofffilter schuld, die sich durch das Kondensat und die Verdunstung des Kraftstoffes über die Wintermonate bildet. Auch durch Korrosion können Ablagerungen entstehen.

    Die Standard Straßenkraftstoffe entsprechen den aktuell gültigen Normen DIN EN 228 für Ottokraftstoff und DIN EN 590 für Dieselkraftstoff. Sie sind für eine typische Lagerzeit im Vorratstank an der Tankstelle von drei bis sechs Monaten bei Idealbedingungen ausgelegt. Bei einer durchschnittlichen Überwinterungsdauer von rund fünf Monaten bei starken Temperaturschwankungen im Geräteschuppen wird diese Mindesthaltbarkeit schnell überzogen.

    Durch seine langjährige Erfahrung weiß Roman Mühleck, dass Startprobleme im Frühjahr besonders häufig bei der Verwendung des Standardkraftstoffs E10 auftreten.  Grund hierfür ist der erhöhte Ethanolgehalt dieses Kraftstofftyps in Verbindung mit nicht idealen Lagerbedingungen und einer langen Verweildauer im Tank. Da Ethanol hydrophil, also Wasser liebend ist, nimmt E 10 Luftfeuchtigkeit besser auf und der Wasseranteil im Kraftstoff steigt. Bei regelmäßigem Betrieb im Sommer spielt dies nur eine untergeordnete Rolle, für die Winterpause jedoch eignet sich dieser Kraftstoff daher nur bedingt. Grundsätzlich sollte bei E 10 vorab geklärt werden, ob der Motorhersteller den Betrieb damit generell freigegeben hat.

    Der Lagerplatz für die Winterruhe sollte trocken und nicht zu warm sein

    Der richtige Kraftstoff

    Für einen guten Saison-Start ohne Stottern empfiehlt der AS-Motor Experte folgende Kraftstoffe für die letzte Tankfüllung vor der Winterpause:

    • Gerätebenzin (Alkylatbenzin): Gerätebenzin ist ein Sonderkraftstoff, der auf Grund seiner chemischen Zusammensetzung besonders Oxidationsstabil, also Alterungsstabil ist. Dieser Kraftstoff wird von diversen Motorenherstellern und Fahrzeugherstellern als Erstbefüllkraftstoff eingesetzt, um eventuell auftretende längere Lagerzeiten vor der Erstinbetriebnahme durch den Endverbraucher zu überbrücken.
    • Premiumkraftstoff (z.B. 99-102 Oktan) von Markenherstellern: Diese Kraftstoffe sind mit einer speziellen Additiv-Technologie ausgestattet, die den Motor reinigen und gleichzeitig schützen. Dadurch ist eine bessere Performance gegenüber Standardkraftstoffen gewährleistet. Viele Anwender berichten, dass sie keinerlei Startprobleme bei der Wiederinbetriebnahme von saisonal bewegten Fahrzeugen, wie beispielsweise Mulch-Rasenmähern, haben.
    • Standardkraftstoffe E5 von Markenherstellern sind oftmals auch mit Additiv Technologie ausgestattet. Auch hier besteht ein Schutz des Kraftstoffsystems. Daher ist dieser Kraftstoff unter idealen Lagerbedingungen ebenfalls für die Winterpause geeignet.

    Der richtige Kraftstoff für die letzte Füllung vor der Winterpause ist mit entscheidend für einen guten Start in die neue Saison

    Ölwechsel vor der Winterruhe

    Die genannten Kraftstoffeigenschaften gelten auch für die daraus gemischten 2-Takt-Mischungen. Viele Kolbenfresser von 2-Takt Geräten passieren beim ersten Gebrauch im Frühjahr durch alte, entmischte Öl-/Kraftstoff-Gemische. „Bitte verwenden Sie grundsätzlich vollsynthetische 2T-Öle für die Mischung oder fertige 2T-Alkalytmischungen“, lautet daher der dringende Apell des Experten. Veraltete, mineralische 2T-Öle haben ausgedient.

    Um die Vorteile der empfohlenen Kraftstoffe bei der Überwinterung vollständig zu nutzen, sollte die letzte Betankung bei leerem Tank durchgeführt und der Tank vollständig gefüllt werden. Da in gebrauchtem Öl saure Alterungsrückstände enthalten sind, die über die Standzeit zu Ablagerungen bzw. Korrosion führen können, ist es ratsam, vor der Winterpause zudem einen Ölwechsel durchzuführen. Im Anschluss daran sollte man den Motor nochmal anmachen, damit das Öl auf Betriebstemperatur kommt. So werden die schützenden Additive aktiviert und der Motor kann für den Winter abgestellt werden. Ein erneuter Ölwechsel im Frühjahr ist damit nicht mehr notwendig.